Vergleichbar mit der Devise bei der Diskussion um erneuerbare Energien nicht nur zu fordern, sondern auch zu handeln, gilt auch in der Industrie, nicht nur nach neuen Lösungen zu forschen, sondern sein auch zu bauen.
Neue Technologien
Immer wieder lesen und hören wir fatale Meldungen über die gigantischen Mengen von Plastikabfällen, die wir hinterlassen – die – aus dem Auge, aus dem Sinn – später beispielsweise die Oberflächen ganzer Meeresbuchten zudecken. Dieser gefährliche und unwürdige Zustand hat dazu geführt, dass Menschen genau nach obiger Devise handelten: Eines Tages entschied Samantha Anderson, Chemikerin von Beruf, aus ihrer Optik zu handeln – mit ihrem chemischen Ansatz wollte sie Plastik in seine Einzelteile zurückführen. Zusammen mit Freunden gründete sie den Startup DePoly im Wallis, um das Problem anzupacken. Denn – 90% des Plastikabfalls wurde damals nicht wiederverwendet.
Bekanntlich gibt es weltweit Firmen, die am Problem der sinnvollen PET-Recyclings forschen und Lösungen entwickeln. DePoly «funktioniert bei Raumtemperatur und Normaldruck, also ohne Hitze oder hohen Energieeinsatz. Das spart Ressourcen und macht es einfacher, das Verfahren in grossem Massstab umzusetzen» (Founded.). Samantha Anderson sagt ergänzend, dass sie ausschliesslich mit einfachen, nachhaltigen Chemikalien arbeiteten – etwa Schwefelverbindungen aus Wein.
Verantwortung neu definiert
Was diesen Startup und seine ganze Crew (siehe Homepage Founded) so sympathisch macht, ist ihre gesellschaftsfokussierte Einstellung. Kenntnisse aus der Chemie sinnvoll einzusetzen ist das Eine, ihre Überzeugung, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Verantwortung auch «darin sehen sollten, Lösungen aus dem Labor in die Welt zu bringen» das Andere. Gegenwärtig wird in Monthey der Grundstein gelegt für die erste kommerzielle Anlage. Das Ziel: Jährlich zehntausende Tonnen Kunststoffabfall zu verarbeiten, nicht nur PET, sondern auch Textilien und Verpackungen – auf jedem Kontinent mindestens eine Anlage! So tönt «Startup»!
Schonender Bauen
Umdenken auch auf dem Bau! Der Startup Oxara hat einen innovativen Zementersatz entwickelt, der bis zu 90 Prozent weniger CO2 freisetzt. Gnanli Landrou (Co-Founder) erklärt: Hochwertiges Aushub- und Abbruchmaterial wird mit einem Beschleuniger-Pulver versetzt, damit der Beton schnell abbindet. Noch macht Landrou aus diesem Pulver - das aus natürlichen Mineralsalzen besteht – ein grosses Geheimnis, verständlich, wenn man zur Kenntnis nimmt, dass ihn «die Entwicklung vier Jahre Forschung und zahlreiche schlaflose Nächte während seiner Doktorarbeit an der ETH Zürich gekostet hat» ((Migros-Magazin).
Das n neue, umweltfreundliche Produkt ist in vier Varianten erhältlich: je nach Bedarf kann unterschiedlich gewählt werden für Böden, Gewölben, Wänden oder Ziegelsteinen. Führende Schweizer Baustoffhersteller zeigen sich interessiert. Bei 4.5 Millionen Tonnen Zement, welche die Schweiz für ihren Eigenbedarf herstellt ist der von Oxara angepeilte Marktanteil von drei bis vier Prozent nicht schlecht. Der Startup wird vom Migros-Pionierfonds unterstützt.
Durchschaut!
Die Plattform Aeon bietet in weniger als einer Stunde Ganzkörper-MRI, kombiniert mit Analysen an, die es mit hochauflösenden Bildern des ganzen Körpers ermöglichen, schon im Frühstadium hunderte von Krankheiten zu erkennen. Damit lassen sich Tumore, Entzündungen, degenerative Veränderungen und weitere Anomalien frühzeitig, lange bevor Symptome auftreten, erkennen. Die Kombination Ganzkörper-MRI und Blutanalyse macht die Auswertung präziser, was «die Überlebenschancen beispielsweise im Fall von Tumoren um bis zu 90 Prozent erhöhen» (Founded.).
Die Ergebnisse werden verständlich im Onlineportal aufbereitet und persönlich mit dem Chefarzt von Aeon besprochen. Bei Bedarf wird die Überweisung zu Fachärzten organisiert.
«Speise der Götter»
Das Phytopharmaka-Unternehmen Zeller, bekannt für pflanzliche Arzneimittel, lanciert mit PhytoCacao Cardio eine Schokolade – ein Nahrungsergänzungsmittel – und trägt damit der steigenden Bedeutung von Prävention und gesundem Lebensstil in unserem Alltag Rechnung. Georg Boonen, CEO der Zeller, erklärt: «Theobroma cacao ist eine faszinierende Pflanze. Die darin enthaltenen Kakaoflavanole tragen zur Aufrechterhaltung der Elastizität der Blutgefässe bei» (NZZ am Sonntag, Sponsored Content Zeller).
PhytoCacao Cardio entstand dank einer Partnerschaft mit dem Schweizer Schokoladenunternehmen Oro de Cacao, einem Schweizer Startup («Schokolade in ihrer reinsten Form – kompromisslos gut»). Das Produkt richtet sich an alle Menschen, die ihr Herz-Kreislauf-System unterstützen möchten. Studien mit Kakaoflavanolen zeigen, dass sich die Gefässfunktion rasch nach Einnahme verbessert.
Eine Tablette am Tag mit etwas Wasser einnehmen, so lässt sich das Nahrungsergänzungsmittel mühelos in jede Gesundheitsroutine integrieren. Kein Kalorienrisiko!